ADA MÖBEL: SANIERUNGSPLAN angenommen, Creditreform als staatlich bevorrechteter Gläubigerschutzverband informiert
Das Unternehmen zählt zu den traditionsreichsten Möbelherstellern Österreichs und hat Beteiligungen im In- und Ausland mit über 1.200 Mitarbeitern.
Grund für die Insolvenz waren vor allem die negative Marktentwicklung und der Strukturwandel, der die gesamte europäische Möbelbranche erfasst hat. Die anhaltende Konsumzurückhaltung infolge multipler Krisen, der beschleunigte Rückgang des stationären Möbelhandels und ein massiver Konsolidierungsdruck haben auch die ADA Gruppe getroffen.
Den Insolvenzorganen ist es in intensiver Zusammenarbeit mit der Schuldnerin und den Geschäftsführungen der ausländischen Tochtergesellschaften gelungen, den Fortbetrieb sämtlicher Tochtergesellschaften, mit Ausnahme der österreichischen ADA Möbelfabrik GmbH zu stabilisieren. Die zukünftige Tätigkeit der Unternehmensgruppe soll durch den Einstieg eines strategischen Investors abgesichert werden.
Sanierungsplan angenommen
Am Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz wurde von den Gläubigern folgender Sanierungsplan der ADA Möbelwerke Holding AG angenommen: „Die Insolvenzgläubiger erhalten eine Quote von 20 % ihrer Forderungen, davon eine Barquote von 10 %, auszuschütten durch die Insolvenzverwalterin binnen 14 Tagen ab rechtskräftiger Bestätigung des Sanierungsplans, und die verbleibenden 10 % in zwei Raten von je 5 % jeweils längstens binnen 12 und 24 Monaten ab Annahme des Sanierungsplans, nicht jedoch vor Rechtskraft der Bestätigung des Sanierungsplans.“
Verbindlichkeiten/Gläubiger
Bisher wurden im Verfahren 210 Forderungen in Höhe von rund EUR 19,7 Mio. angemeldet. Im Falle einer Unternehmensverwertung hätten die Gläubiger nur eine geringe Quote erhalten.
Conclusio
Karl Quendler: „Die überwältigende Zustimmung der Gläubiger zeigt das Vertrauen in den Sanierungskurs. Trotz der hohen Komplexität aufgrund internationaler Beteiligungen konnte die Restrukturierung erfolgreich umgesetzt werden. Ein Wermutstropfen bleibt jedoch die schmerzliche Schließung des österreichischen Produktionsstandortes.“
Weitere Informationen finden Sie unter www.creditreform.at
Quelle: Österreichischer Verband CREDITREFORM (ÖVC)