Der Österreicher wohnt gern kompakt, zentral, hochwertig
Vorbei sind die Zeiten in denen beim Wohnen größer auch besser war
. Top gefragt am Immobilienmarkt sind heute Wohnungen um die 80m2, insbesondere wenn sie gewisse Extras in der Ausstattung bieten, vom ästhetischen Wandtattoo bis zum Radio im Nassbereich.
B-Lage und schlechter Heizwert machen Objekte zu LadenhüternDie Ladenhüter hingegen sind Dachgeschoss-Wohnungen in B-Lagen sowie exklusive Innenstadt-Objekte mit Preisen über 4.000 Euro/m2. Besonders unbeliebt am Häusermarkt: Liegenschaften aus den 50er bis 70er Jahren
. Auch ein schlechter Heizwert ist für viele potenzielle Käufer ein Grund nicht zuzuschlagen.
Nicht die Russen kommen, sondern die Deutschen
Das gängige Klischee von russischen Oligarchen, die die Wiener Innenstadt aufkaufen, bestätigen österreichische Immobilienplattformen nicht: Die größte Käufergruppe von Wiener Immobilien sind nach den Einheimischen deutsche Staatsbürger . Der durchschnittliche österreichische Wohnungskäufer ist übrigens 41 Jahre, der Hauskäufer 43 Jahre alt.
Wien, Salzburg: Lieber mieten statt kaufen
Wohnungskäufe in Wien oder den Landeshauptstädten sind laut Experten im Moment nicht empfehlenswert. Grund dafür ist die aktuelle Wirtschaftslage. Als Faustregel gilt: Wäre eine Eigentumswohnung in weniger als 25 Jahren abbezahlt, so wird zum Kauf geraten, andernfalls ist mieten die günstigere Option
. In den vergangenen Jahren haben Preise für Eigentumswohnungen allerdings ein derartiges Niveau erreicht, dass die Ausfinanzierung weit länger als 25 Jahre dauern würde. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Preise angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen weiterentwickeln werden, so die Expertenrunde mit Dr
. Patrick Schenner, MBA (ImmobilienScout24), Mag. Roland Schmid (IMMOunited) und DI Volker Gagelmann (GIRA) beim IIR Jahresforum Wohnbau am 22. und 23. September 2015 in Wien.
Weitere Informationen finden Sie unter www.iir.at/wohnbau-rb
Quelle: iir