Furnplan-Initiative: Erste Hersteller starten die EDI-Anbindung an furnport
Ein Jahr nach der gemeinsamen Erklärung ist die furnplan-Initiative von der Absicht in die Umsetzung übergegangen: Zwei Hersteller starten jetzt die Anbindung an furnport, die Plattform für die digitale Auftragskommunikation. Die Einführung in die Fläche folgt 2027. Hinter der Initiative stehen inzwischen 20 Hersteller, die sich auf eine durchgängig digitale Auftragskommunikation verständigt haben.
Das wirtschaftliche Prinzip dahinter: keine Ausgaben für Zweit- und Drittsysteme, sondern die etablierte furnplan-Plattform nutzen, die bei mehr als 4.000 Möbelhändlern ohnehin läuft.
Status quo der Umsetzung
Die D+H Software GmbH hat in den vergangenen Monaten die technische Grundlage gelegt und dazu unter anderem die interne furnplan-Benutzerverwaltung grundlegend überarbeitet. Für alle Anwender entstehen daraus neue Möglichkeiten der Benutzer- und Rechteverwaltung rund um furnplan, furnport und alle verbundenen Services. Der praktische Nutzen: Workflows lassen sich über furnport gezielt dem richtigen Ansprechpartner im Haus zuordnen, statt in einem Sammelpostfach zu landen.
Auch die Hersteller der furnplan-Initiative waren aktiv und haben Testdaten zur Bestellbearbeitung bereitgestellt. Diese wurden automatisiert eingelesen und KI-gestützt aufbereitet. Das ist ein wichtiger Schritt zu durchgängiger, medienbruchfreier Auftragskommunikation.
Nächster Schritt: automatisierte AB-Prüfung
Als nächster Schritt rückt die Auftragsbestätigung in den Fokus. Eingehende Auftragsbestätigungen werden automatisiert gegen den vorliegenden Auftrag geprüft. Statt Position für Position manuell zu vergleichen, sehen Handel und Hersteller nur noch die Abweichungen. Der digitale AB-Versand aufseiten der Hersteller ist bereits in Vorbereitung.
Einordnung: der nächste Produktivitätsschritt
Mit furnray, der KI-gestützten Bildgenerierung, ist in diesem Jahr bereits ein Werkzeug mit deutlich positiver Resonanz hinzugekommen. 2027 folgt nun furnport. Dieses Mal nicht nur am Point of Sale, sondern primär im Auftragsprozess dahinter.
Ein Kanal für alle Auftragswege
furnport bündelt sämtliche Workflows, von EDI bis hin zu E-Mail-Aufträgen, über einen zentralen Kanal auf einer Plattform. EDI-Aufträge bleiben das klare Ziel, Bestellungen per E-Mail laufen parallel weiter. Eingehende Daten werden für den Empfänger, ob Hersteller oder Handel, stets passend aufbereitet. Dabei nutzt jeder Teilnehmer genau die furnport-Servicekomponenten, die sein eigenes System nicht abdeckt. Für viele Hersteller ist das zugleich ein passender Anlass, den eigenen Datenhaushalt zu strukturieren.
Die Rollenverteilung steht fest: furnplan für Planung und Konfiguration, furnport für die Auftragskommunikation. D+H kennt durch die jahrzehntelange furnplan-Anbindung an ERP- und Warenwirtschaftssysteme beide Seiten der Prozesskette aus der Praxis. Diese Erfahrung fließt laufend in die Entwicklung ein.
Ohne Grundgebühr: furnport ist in furnplan enthalten
furnport ist als Basis direkt in die furnplan-Nutzung integriert. Es gibt keine laufende Grundgebühr, keine Aufpreise für die Netzverbindungen zwischen Herstellern und Händlern und keine zusätzlichen Lizenzkosten – weder für den Handel noch für die Hersteller. Weitergegeben werden ausschließlich die tatsächlich anfallenden Serverkosten für die workflowbedingte Datenhaltung auf hochgesicherten Servern. Diese Kostenneutralität bezieht sich auf furnport. Gebühren, die Händler an externe EDI-Dienstleister zahlen, sind davon unabhängig. Damit bleibt D+H seiner Linie treu: maximale Leistung zum fairen Preis.
Offener Aufruf: Teilnahme ab sofort möglich
Die Einladung zur Zusammenarbeit richtet sich ausdrücklich an die gesamte Branche – ob Händler, Hersteller, EDI-Dienstleister oder Verband. Interessenten können sich ab sofort unter onboarding@furnport.de melden; alles Weitere klärt sich individuell im direkten Austausch.
Weil die technische Kommunikation zwischen EDI-, Warenwirtschafts- und ERP-Systemen erfahrungsgemäß Abstimmung erfordert, steht am Anfang jeder Anbindung eine strukturierte Vorabprüfung. Je vollständiger die Angaben, desto kürzer der Weg in den Produktivbetrieb.
Weiteres Pilotprojekt: Lieferzeiten direkt im furnplan-Katalog
furnport bleibt dabei kein starres System: D+H entwickelt die Plattform gemeinsam mit Herstellern und Händlern weiter. Aktuell in Arbeit ist die Bereitstellung von Lieferzeiten. Die Daten werden in kurzen Intervallen oder on demand beim Hersteller abgefragt und direkt im furnplan-Katalog angezeigt. Das Pilotprojekt läuft bereits mit einem ersten Hersteller.
Über die furnplan-Initiative
Die furnplan-Initiative wurde 2025 von elf Möbelherstellern gegründet und wächst seither stetig weiter. Sie steht weiteren Möbelherstellern, aber auch Händlern und Verbänden offen, die sich beteiligen möchten. Ziel der Initiative ist eine möglichst vollumfängliche digitale Abbildung aller anfallenden Workflows.
Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Initiative gemeinsam mit der D+H Software GmbH das Portal furnport entwickelt, das seitdem kontinuierlich weiterentwickelt wird und als zentrale Plattform für den Datenaustausch dient. furnport ist offen für die Anbindung von Drittsystemen.
Die Hersteller der furnplan-Initiative auf dem Weg zu einer durchgängig digitalen Auftragskommunikation
Weitere Informationen finden Sie unter www.furnplan.de
Quelle: D+H Software GmbH