Trend zum „Downshifting“ – unterschiedlichste flexible Arbeitszeitmodelle
Drei Viertel der Personalverantwortlichen stellen in ihrem Unternehmen einen Trend zum Downshifting fest: ArbeitnehmerInnen schränken ihre Arbeits- und Konsumtätigkeiten zu Gunsten von mehr Freizeit ein und erwarten sich dadurch das Führen eines selbstbestimmteren Lebens. In jedem fünften Unternehmen ist diese Entwicklung sogar stark oder sehr stark ausgeprägt, in etwa die Hälfte merkt den Trend nur leicht und ein Viertel gibt an, diese Entwicklung im Unternehmen gar nicht festzustellen.
Nach wie vor führt Teilzeitarbeit (81%) das Ranking der flexiblen Arbeitszeitformen an, gefolgt von Gleitzeitmodellen (59%) – beides ist bei Unternehmen mit mehr MitarbeiterInnen stärker verbreitet
. In 41% der Unternehmen gibt es Arbeitszeitkonten, wodurch ArbeitnehmerInnen die Möglichkeit haben, Arbeitszeit anzusparen, um diese dann für längere Urlaube oder einfach Freizeit zu nutzen
. In etwas mehr als einem Drittel der Unternehmen gibt es die Möglichkeit zum Home Office bzw. Telearbeit (36%), tendenziell häufiger im Bereich Dienstleistung, in Wien, in Unternehmen ab 100 MitarbeiterInnen sowie in Unternehmen, die den Trend zum Downshifting stärker feststellen. 3 von 10 Unternehmen, häufiger jene mit mehr MitarbeiterInnen, bieten Vertrauensarbeitszeit an. Bei diesem flexiblen Arbeitszeitmodell, das – wie der Name schon sagt – auf einem Vertrauensverhältnis aufbaut, steht die Erledigung vereinbarter Aufgaben im Mittelpunkt und nicht die zeitliche Anwesenheit der MitarbeiterInnen.
In 22% der Unternehmen gibt es Schichtarbeit, tendenziell häufiger in den Bereichen Industrie/Erzeugung und Tourismus/Freizeitwirtschaft, sowie in Unternehmen mit mehr MitarbeiterInnen und in Unternehmen, die den Trend zum Downshifting stärker feststellen.

Unternehmen begrüßen flexible Arbeitszeitmodelle: „Sie berücksichtigen die Bedürfnisse meiner MitarbeiterInnen, erhöhen die Arbeitszufriedenheit und bieten somit Wachstumschancen für unser Unternehmen“, analysiert Ulli Röhsner, Geschäftsführerin von MAKAM Research.
Auch Doris Hennebichler, Projektleiterin bei MAKAM Research, ist von den positiven Auswirkungen flexibler Arbeitszeitmodelle überzeugt: „Das Gleitzeitmodell ermöglicht mir einen stressfreien Start in den Tag, da die Arbeitszeit beginnt, wenn ich im Büro ankomme
. Durch das Arbeitszeitkonto ist es außerdem möglich, unter der Woche etwas mehr zu arbeiten, um einen ‚kurzen‘ Freitag zu haben und dadurch das Wochenende zu verlängern.“
Weitere Informationen finden Sie unter www.makam.at
Quelle: Makam