Welche Rolle spielt KI beim Einkauf der Österreicher:innen?

Wer KI für den Einkauf einsetzt, greift dabei fast ausschließlich auf allgemeine KI-Plattformen wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity zurück. Unter denjenigen, die KI in ihrer Einkaufsvorbereitung bereits genutzt haben, nennen 89 Prozent der österreichischen KI-Nutzer:innen diese. Chatbots für den Kundensupport kommen auf 14 Prozent und virtuelle Shoppingassistenten auf 12 Prozent der Nennungen (EU: 9 und 16 Prozent). Das zeigt, dass KI derzeit vor allem als Recherche- und Vergleichswerkzeug für das Einkaufen und bislang weniger als integrierter Bestandteil des Einkaufserlebnisses genutzt wird .

KI und der Einkauf in Österreich

Gewünschte KI-Funktionen

Dieses Bild bestätigt sich auch bei den gewünschten KI-Funktionen. An erster Stelle steht mit 46 Prozent der Preisvergleich zwischen verschiedenen Händlern. Der Wert liegt leicht über dem europäischen Durchschnitt von 44 Prozent und verdeutlicht, dass der konkrete finanzielle Nutzen im Vordergrund steht. Auch die Erkennung irreführender Angebote oder Preisgestaltungstricks stößt auf Interesse: 18 Prozent der Befragten finden entsprechende Funktionen sehr hilfreich.

15 Prozent der Österreicher:innen finden es interessant, mittels KI, Preisrückgänge bei Artikeln, die sie haben möchten, mitzuverfolgen. Produktempfehlungen auf Basis ihrer Präferenzen interessieren 14 Prozent der Befragten, während europaweit 18 Prozent offen dafür sind. Personalisierte Einkaufslisten oder Hilfen zur Vermeidung von Impulskäufen erreichen mit nur sieben Prozent lediglich begrenzte Zustimmung.

Gleichzeitig bleibt die Skepsis gegenüber KI im Einkaufsprozess noch hoch. 42 Prozent der österreichischen Befragten geben an, keine der vorgeschlagenen KI-Funktionen nutzen zu wollen und ihre Kaufentscheidungen lieber selbst zu treffen. Damit liegt Österreich deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 34 Prozent.

KI als Spar- und Vergleichshelfer

Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild: KI überzeugt österreichische Konsument:innen vor allem dann, wenn sie einen unmittelbaren finanziellen Vorteil bietet. Funktionen, die Preise transparenter machen, Einsparpotenziale aufzeigen oder Verbraucher:innen vor irreführenden Angeboten schützen, treffen auf deutlich mehr Interesse als personalisierte Empfehlungen oder automatisierte Einkaufsunterstützung. Für Händler bedeutet das: Der Weg zu einer höheren Akzeptanz von KI führt weniger über smarte Technologieversprechen als über konkrete Hilfestellungen, die Zeit und Geld sparen helfen.

“Wir sehen einen klaren Wandel im Einkaufsverhalten: KI wird zunehmend als praktisches Recherche- und Vergleichswerkzeug genutzt. Entscheidend ist dabei nicht, dass KI Empfehlungen ausspricht, sondern dass sie Verbraucher:innen hilft, Preise transparent zu vergleichen und bessere Kaufentscheidungen zu treffen. Für Händler bedeutet das: Wer KI einsetzt, sollte weniger auf technische Spielereien setzen, sondern auf Funktionen, die echten Mehrwert schaffen und den Menschen Zeit und Geld sparen”, sagt Alexandra Aichholzer, Country Manager von Shopfully Austria.

Studiensteckbrief: Für die Umfrage wurden 6.605 Personen ab 25 Jahren in Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Rumänien, Spanien und Ungarn in Q1 2026 in einer Online-Umfrage befragt.

Mehr Informationen gibt es unter www.shopfully.com
Quelle: © Shopfully.