Wenn Arbeit agiler wird: Interface zeigt, wie Bodenkonzepte Büros zukunftsfähig machen
„Räume werden heute als Orte der Identität und Kultur verstanden“, sagt Jennifer Schwerdtfeger, Team Leader Concept Design DACH bei Interface. „Sie müssen flexibel sein und Wohlbefinden schaffen, nicht nur funktionieren. Der Boden kann hier einen wesentlichen Beitrag leisten, wenn Material, Funktion und Atmosphäre früh zusammengedacht werden.“
Zonen ohne Wände
Hybrides Arbeiten hat aus einer Reaktion auf veränderte Arbeitsgewohnheiten ein Gestaltungsprinzip gemacht. Laut einer Studie von 2025 des Immobilienberatungsunternehmens Cushman & Wakefield ist die Nutzung flexibler Arbeitsflächen in Europa sehr hoch, allein in Deutschland liegt sie bei 63 Prozent.[1] Ein Büro muss heute mehrere Arbeitsweisen gleichzeitig unterstützen: Projektteams brauchen Abstimmungsbereiche, konzentrierte Arbeit verlangt Ruhe und spontane Begegnungen sollen ebenfalls Raum finden. Wer das ausschließlich mit festen Einbauten löst, muss Räume bei jeder Veränderung aufwendig umbauen. Flexible Zonierung setzt dagegen auf Anpassung statt Ersatz. Der Boden ist dabei ein zentraler Baustein.
Denn Zonen lassen sich auch über das Bodenkonzept definieren, ohne dass Wände zwangsläufig gebaut oder versetzt werden müssen. Hier liegt die besondere Stärke von Teppichfliesen und LVT: Ihre Modularität erlaubt es, Meetingbereiche, Arbeitsinseln oder Rückzugsorte visuell abzugrenzen. Großflächige Bodenkonzepte verbinden offene und geschlossene Bereiche und führen Menschen durch unterschiedliche Nutzungen, ohne harte Barrieren zu errichten. „Im Office-Bereich liegt der Fokus auf Flexibilität, Zonierung und Akustik“, erläutert Jennifer Schwerdtfeger. „Die Räume sollen gleichermaßen konzentriertes Arbeiten unterstützen, aber auch Austausch und Bewegung.“
Die Kombinationskraft von Farben
Damit das gelingt, geben verschiedene Farbkombinationen und feine Übergänge die notwendige Orientierung. Mit modularen Bodenbelägen lassen sich Funktionsbereiche gezielt definieren und gleichzeitig fließende, natürliche Verbindungen zwischen verschiedenen Zonen schaffen. Wechsel in Farbe, Struktur oder Verlegerichtung können Bereiche voneinander abgrenzen oder bewusst miteinander verbinden. So wird der Boden sowohl zum Gestaltungselement als auch zu einem intuitiven Leitsystem für Zonierung und Wegeführung.
Interface bei Lorenz Snacks; Foto:© Kristof Lemp
Gezielt austauschen, langfristig nutzen
Auch die Pflege und Anpassung einzelner Bereiche spielt eine Rolle. Modulare Bodenbeläge lassen sich in kürzester Zeit gezielt austauschen, wenn ein Bereich stärker beansprucht wird oder eine neue Nutzung entsteht. Dass fast alle Produkt-Designs auf vielfältige Weise miteinander kombiniert werden können, erhöht zudem die Flexibilität. Die Möglichkeit des Austauschs, ohne den Raum vollständig auszuräumen, reduziert Ausfallzeiten und schont Ressourcen.
Pivotal Moments: ausdrucksstark oder dezent
Die Teppichfliesenkollektion, die Interface auf der ORGATEC vorstellt, setzt gemäß dem Leitthema der Messe eben jene „Raumgestaltung in einer sich ständig verändernden Welt“ in den Mittelpunkt. Ihre beiden Designs sind von skandinavischen geometrischen Mustern inspiriert: Die feine Weboptik von „In Motion“ und die markanten Muster von „Shift Point“ lassen sich einzeln oder gemeinsam verlegen. So entstehen ruhige Flächen und gezielte Akzente für stark frequentierte Bereiche. Gleichzeitig entsprechen sie dem wachsenden Wunsch nach einladenden und wohnlichen Arbeitsräumen – individualisierbar in 16 warmen und geerdeten Farbvarianten. Die Kollektion weist einen niedrigen CO₂-Fußabdruck (cradle-to-gate) auf und kann optional mit der Rückenkonstruktion CQuest™BioX sogar CO₂-negativ erworben werden. Über das Rücknahmeprogramm ReEntry von Interface bleibt sie möglichst lange im Nutzungskreislauf. Je nach Zustand werden die gebrauchten Teppichfliesen wiederverwendet oder ihre Materialien recycelt.
Interface/nora beim Beltz Verlag/Foto:© Elmar Witt
Gestaltung mit Verantwortung
Dass neue Arbeitswelten nicht nur flexibel und ansprechender, sondern auch verantwortungsvoll sein sollen, ist für Interface selbstverständlich. „Wir zeigen nicht nur, welche gestalterischen Möglichkeiten unsere Böden bieten, sondern auch ihre ökologische Bilanz im Vergleich zum Branchendurchschnitt“, sagt Jennifer Schwerdtfeger. „Für unsere Kundinnen und Kunden ist genau diese Transparenz ein großer Mehrwert. Gerade bei Projekten, die über viele Jahre genutzt werden, zählt, wie lange ein Material im Einsatz bleiben kann.“ Ein Boden, der sich mit der Nutzung verändern lässt, muss nicht vorzeitig ersetzt werden. Das senkt langfristige Kosten und hält Räume länger nutzbar. Moderne Arbeitsumgebungen brauchen Flächen, die mit ihren Anforderungen mitwachsen können.
[1] Global trends in flexible office 2025, Cushman & Wakefield
Erfahren Sie mehr über Interface (NASDAQ: TILE) unter interface.com
Quelle: © Interface

