WOHNUNION: Akustik als anspruchsvolle Aufgabe für den Raumausstatter

Entwicklungsgeschichtlich betrachtet ist der Mensch darauf festgelegt, sich im Freien aufzuhalten. In dieser natürlichen Umgebung entstehen keine Reflexionen, eventuell auftretender Schall wird hier absorbiert, oder er verflüchtigt sich

. In unserer heutigen Welt befinden wir uns allerdings zu 90 % in geschlossenen Räumen. Die uns umgebenden Geräusche werden durch Reflexionen an harten Wänden immer lauter. Der so bedingte permanente Alarmzustand führt zu einer körperlichen Dauerbelastung durch erhöhten Puls, wir werden unruhig, gereizt und nervös.

Christine Eva Maria Maise, Modulmanagerin bei WOHNUNION, der größten Gruppe von Raumausstattern in Österreich: „Der Trend in der Raumgestaltung wird seit einigen Jahren von glatten, kühlen Oberflächen bestimmt. Teppiche, Vorhänge, Lampenschirme spielen eine geringere Rolle, so verlieren wir zunehmend textile, absorbierende Flächen

. So attraktiv minimalistisches Design optisch auf den ersten Blick wirken mag, kann die dadurch entstehende Raumakustik zur Belastung werden.“

Raumausstatter muss früh in der Planung informieren

Sowohl für Arbeitswelten als auch für die eigenen vier Wände stehen jedoch mittlerweile unzählige moderne Möglichkeiten für eine optimale Raumakustik zur Verfügung. Raumausstatter tun gut daran, möglichst früh in der Bauphase auf das Themenfeld hinzuweisen. Dann können sie den Planer und den privaten Bauherrn dahingehend beraten und unterstützen und gemeinsam mit ihm die individuell beste Lösung erarbeiten.

Leise Lösungen für alle Anforderungen

Neben den baulichen Erstmaßnahmen bietet die Industrie für raumausstattende Produkte eine Vielzahl an attraktiven Ergänzungen für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete . Maise: „Natürlich helfen dem privaten Bauherren schon kleine Lösungen wie ein Auflageteppich auf Laminat- oder Holzböden. Allerdings spannt sich der Bogen der schallschützenden Maßnahmen an Boden, Wand und Decke heute viel weiter!“ So brechen attraktive Lampenschirme den Schall im Esszimmer daheim, aber auch in großen Besprechungsräumen. Ebenfalls an der Decke montiert werden Akustikelemente (Baffles), die durch ihre Formen und Farben den Raum zusätzlich deutlich akzentuieren. Textile Raumtrenner – freihängend, stehend oder auf Glas angebracht – eignen sich für ein Home Office, aber ebenso für Großraumbüros, wo zudem direkt an den Schreibtischen Elemente befestigt oder ganze Wände als Schallabsorber konzipiert werden.

Quelle: Wohnunion/Foto:Chris Bradley