Die fünfte Ausgabe des von Reed Exhibitions organisierten Events für Stoffe & Design vereinte als hochkarätige Leistungsschau mehr als 70 internationale Textilaussteller* und Premium-Stoffverlage aus Österreich, Deutschland, Frankreich, England, Belgien etc., Hersteller von Sicht- und Sonnenschutz, Agenturen sowie Importeure und Großhändler. Die 1.804 anwesenden Fachbesucher sorgten für ein Top-Ergebnis sowie entsprechend intensive Branchenkontakte.
Auf guten Niveau
Die belétage, die den Salzburg Congress vollständig, d.h. auf vier Etagen inklusive Europasaal, belegte, hat sich in den vergangenen Jahren als jeweils erster Fachtermin der Saison zu einem überaus beliebten Treffpunkt für die Stoffverlage und den Sonnenschutz im deutschsprachigen Raum entwickelt. Das unterstreicht auch die Tatsache, dass wieder an die 40 Prozent der Fachbesucher aus dem benachbarten Ausland zur belétage angereist war
. „Der Fixtermin, alternierend mit der CASA, bietet der Branche eine optimale, weil hochwertige, effiziente und stimmige Neuheiten- und Informationsplattform,“ skizziert Dietmar Eiden, Managing Director B2B-Messen bei Reed Exhibitions, den hohen Stellenwert. „Hochkarätige Aussteller und eine Inszenierung, die mit dem modernen Ambiente der Location perfekt harmoniert, machen die belétage zu einem Event, der sich absolut auf internationalem Topniveau bewegt.“

Dietmar Eiden, Wilfried Antlinger und Clara Wiltschke
Branchenabend im Imlauer Hotel Pitter
Auch heuer fand am ersten Messetag ein Branchenabend im benachbarten Hotel Pitter statt. Hier konnten Aussteller und ihre Kunden den ersten Messetag in der Sky-Bar bei Musik und den kulinarischen Köstlichkeiten des Hauses entspannt ausklingen lassen
. Dabei übergab Category Manager Wilfried Antlinger nach 35 Jahren im Messebusiness die Leitung der belétage an seine Nachfolgerin Clara Wiltschke.
2020: CASA mit Timba+
Im kommenden Jahr steht turnusgemäß die CASA, internationale Fachmesse für kreatives Wohnen, Einrichten und Lifestyle, auf dem Programm, die vom 22 . bis 25. Jänner 2020 im Messezentrum Salzburg in Szene gehen wird
. Zeit- und ortsgleich findet die gleichfalls von Reed Exhibitions organisierte Fachmesse für Holz, Handwerk und Handel statt, um Synergien in der Aussteller- und Fachbesucheransprache zu nutzen.
DIE TRENDS: Stoffdesign trifft Handwerkskunst
Auf der belétage trafen sie zusammen, wie von einer Sternfahrt kommend: internationale Kollektionen hochwertigster Designstoffe fürs Interieur und die Profis der Verarbeitung und Planung – Tapezierer, Raumausstatter, Architekten.
Statement-Stoffe als Spiegel der Gesellschaft
Stoffe werden zu Projektionsflächen gesellschaftlicher Statements. „Premiumkunden wollen wissen woher die Materialien stammen, wo und unter welchen Bedingungen die Verarbeitung der Stoffe erfolgt“, so fasst ein Aussteller das Credo seiner edlen Angebote in Leinen, Baumwolle und Seide zusammen.
Tropische Motive, edler Purismus
Unübersehbar gestaltete Tropic-Motive gewähren Einblick in den Regenwald. Bananen- und Fächerblätter, Palmwedel, üppige Blüten, Strelizien, Monstera und Kakteen oder Bambusdickicht gedeihen auf meist hellem Fond – gelegentlich bewohnt von Papageien, Kolibris und gar nicht so kleinen Äffchen. Ein ländlicher Stil mit kolonialem Touch, eine Welt ohne Grenzen.

Regionaler gedacht gibt sich das Greenery-Thema, farblich und mit Motiven von Gartenfrüchten, Beeren und Obst. Großzügige Aquarell- und Grafikdessins bilden einen Gegenpol.
Und man besinnt sich des heimischen Landhauses, mit einem Stoffangebot, in „einem Stil, den Österreich braucht“, so ein Anbieter. Dazu werden Motive aus der Trachtenmode auf schlicht, klassisch und elegant interpretiert.
Aber auch reine Wolle, fest gewebt und kompakt gewalkt, ist strapazierfähig und schwer entflammbar. Schladminger Loden, bekannt vom „Janker“, erobert den Wohnraum: auf Leder kaschiert überrascht er als Butterfly-Sessel. Und fester Loden harmoniert mit Lammfell und grobem Strick für Plaids, in wunderbar kuscheligen Alpaka-, Angora-, Kaschmirqualitäten. Besonders weich sind Decken in Handwebe, ganz locker gearbeitet, teils als Gitter wärmend mit viel Luftvolumen.
Naturfasern und Hightech-Gewebe
Wenn ein Anbieter sich auf Naturfasern wie luftige Baumwolle und Leinen für raumhohe transparente und semitransparente Inbetweens spezialisiert, betont ein anderer ebenfalls seinen Schwerpunkt natürlicher, teils biozertifizierter Stoffe. Reines Leinen für Möbelbezug und Deko erhält Reliefprägung durch Gaufrage, also ganz ohne Chemie, ausschließlich durch Druck und Hitze: in mattseidenem Glanz heben sich Musterungen ab, je nach Lichteinfall und Blickwinkel.
Neben Verdunkelung wird auch das Thema Hitze/Kälte mit technisch textilen Stoffbahnen aufgenommen: etwa ein Alufaser-Konstrukt, das der Energieeinsparung dient: minus zehn Prozent Heizung bzw. 50 Prozent Hitzeabwehr – ein Tribut an Klimawandel und Energiebewusstsein.
Viele Details ergeben ein bewegtes Ganzes
Gab es jemals eine derartige Vielfalt unterschiedlich bewegter Oberflächen? Wohl kaum. Webeffekte sind ein Muss, webtechnische Vielfalt zeigt, was möglich ist. Grobe Fasern, unregelmäßige Dicken, Knötchen, Baumwolle, Wolle und Chenille an einem Stoff, teils in dezenten Grau- oder Beigetönen harmonieren mit weichen Samten oder glatten Seiden, die wiederum auf Dreidimensional geknittert, gesteppt und gezogen sind.
Kurbelstick und Plattstich, glänzende Garne, Zickzack und Wellen, aber bloß nicht regelmäßig. Die ruhigen Pole finden man in den Unis und Faux Unis im passenden Farbton.
Webtechnische Vielfalt und 3D
Witzig und hierzulande unüblich: ein Bezugstoff in Cutloop-Chenille, auf dem ein erwünschter „Sitzspiegel“ hinterlassen wird – ein britisches Phänomen „lebendigen Wohnens“.
Farbenfrohe Drucke werden ergänzt durch 3D-Webeffekte, durch Kombinationen von unregelmäßigem Webbild, etwa in Leinen, mit plastischen Chenilleeffekten und Basket-Webbildern oder flächig verteilten Glanz-Knötchen.
Neben klassischen Naturtönen von Stein bis Grau und Beige treten Rost, Curry, Senf, Rinde, Türkis und Petrol auf. Bicolor ist häufig anzutreffen, nicht nur in klassischem Schwarz/Weiß.
Ebenfalls plastisch fallen Naturfaserteppiche aus: Kokoszöpfe, grobes Fischgrät aus Bananenblättern, Palmblätter, Hanf, Kaktus und Wolle – gewebt, geknüpft, getuftet.
Aktuelle Rindleder-Highlights: neue Dessinierungen im Look glitzernder Pythonhäute, irisierender Fischschuppen und glänzender Grafics. Schrumpfleder und Fleckfärbung, Used Look und Stonewashed und ganz neu: Leder mit Krakelee-Effekt.
Weitere Informationen finden Sie unter www.beletage-salzburg.at
Quelle: Reed Exhibitions
