Produkte der textilen Einrichtung haben für 88 Prozent der Hotels eine große Bedeutung. Bei den Stadt-Hotels liegt der Anteil bei fast 100 Prozent
. Dies ist eine Erkenntnis des neuen Management Reports „Textiles in Hotel Design: Erfolgsfaktoren der Hotelausstattung“, den die Messe Frankfurt anlässlich der Heimtextil 2016 vorstellte. Die internationale Fachmesse für Wohn- und Objekttextilien (12. bis 15. Januar 2016) bietet noch bis zum Freitag das weltweit größte Angebot der textilen Ausstattung für die Hotellerie.
Insgesamt 200 Entscheider der deutschen First-Class-Hotels geben in der Studie neue Einsichten zur textilen Einrichtung. Dazu gehören Aussagen zu Beschaffungswegen, Trends, Inspirations- und Informationsquellen sowie Kaufkriterien. „Mit unserem neuen Management Report veröffentlichen wir die bisher umfassendste Analyse zur textilen Einrichtung in der Hotellerie“, sagt Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt. „Das Objektgeschäft ist eines der wichtigsten Themen der Heimtextil. Dabei gehören Hoteliers zu den wichtigsten Zielgruppen. Jedes Jahr informieren sich zahlreiche Entscheider von Hotelketten und -betrieben in Frankfurt über alle Trends der textilen Hotelausstattung. Auch unser Trendareal ‚Theme Park‘ wird wieder inspirierende Ideen für die Hotellerie liefern.“
Mit Jessica Schwarz konnte die Heimtextil prominente Unterstützung für die Studie gewinnen . In Südhessen betreibt die bekannte Schauspielerin seit 2008 erfolgreich ein kleines Hotel gemeinsam mit ihrer Schwester Sandra
. Die „Träumerei“ verfügt über fünf Zimmer mit individueller Bettwäsche, selbst gestalteten Tapeten und hochwertigen Vorhängen. Exklusiv für die Studie gab Jessica Schwarz ein doppelseitiges Interview mit interessanten und persönlichen Einsichten und erklärt, wie wichtig externe Beratung und die Heimtextil für die textile Hoteleinrichtung sind. „Ich liebe Tapeten. Auch von Deko-Kissen kann ich nicht genug haben“, sagte Jessica Schwarz anlässlich der Eröffnungspressekonferenz der Heimtextil am ersten Messetag. „Egal ob Bettwäsche aus Äthiopien, Vorhänge aus Indien oder Tapeten aus Belgien: Die Heimtextil bietet viele neue Inspirationen für die Hotellerie.“
Die Ergebnisse im Detail:
Wichtigste Produkte der textilen Einrichtung: Viele Gäste bewerten ihr Hotelzimmer anhand der Qualität des Bettes. Deshalb erachten auch 84 Prozent der Hoteliers die Bettwäsche sowie 80 Prozent die Matratze für besonders wichtig. Bei Stadt-Hotels erhöht sich der Wert für Matratzen sogar auf 95 Prozent
. Auch die Bettwaren sind mit 69 Prozent Zustimmung für die textile Einrichtung bedeutend. Noch wichtiger werden aber die Handtücher (78 Prozent) wahrgenommen. Die Tischwäsche mit 61 Prozent vervollständigt die Top-5-Liste der wichtigen Produktkategorien für alle befragten Hotels. Auf dem Land gehören dagegen Gardinen zu den fünf wichtigsten Produkten (57 Prozent).
Entscheider der textilen Einrichtung: Im Hotel entscheiden durchschnittlich zwei verschiedene Personengruppen über die Auswahl der textilen Einrichtung: in 76 Prozent der Fälle die Einkaufsabteilung sowie die Hausdame (51 Prozent). In den häufig inhabergeführten Individualhotels ist neben der spezialisierten Einkaufsabteilung der Inhaber (oder Pächter) mit 67 Prozent ein üblicher Mitentscheider. Auch externe Fachleute, wie Architekten oder Raumausstatter, spielen für Land-Hotels eine größere Rolle als für Stadt- und Kettenbetriebe.
Kaufkriterien: Für 93 Prozent der Hotels steht Qualität an erster Stelle der entscheidenden Kriterien beim Kauf. Die Eigenschaft einer leichten Pflege und Reinigung spricht 82 Prozent an. Nur 49 Prozent finden eher den Preis ausschlaggebend. Wichtiger dagegen ist die Nachhaltigkeit. 53 Prozent aller Befragten nennen diesen Aspekt als eines der fünf wichtigsten Kriterien. Auf dem Land spielen zudem die Nachkaufbarkeit der Produkte eine Rolle (54 Prozent), während der Wert insgesamt nur bei 31 Prozent liegt. Die Frage nach dem Herkunftsland dominiert vor allem bei Stadt-Hotels (42 Prozent).
Aktuelle Trends: Bei der Frage nach den antizipierten Trends steht Qualität bei 42 Prozent der Hoteliers am höchsten im Kurs. In der Stadt zeichnet sich Nachhaltigkeit als Trend ab (46 Prozent). 34 Prozent der Befragten glauben, dass Nachhaltigkeit auch zukünftig eine wichtige Rolle als Trenddimension spielen wird
. Rund 28 Prozent, die eine stärkere Designorientierung als Trend sehen, nennen Konzepte wie „Vintage“, „Barock“ oder „Laura Ashley“, aber auch „moderne Designs mit klaren Linien und Kanten“. Die vierte bedeutende Trenddimension sind Produkteigenschaften wie Pflegeleichtigkeit und Allergikerfreundlichkeit.
Quellen der Inspiration und Information: Hoteliers nutzen vor allem Messen und Kongresse, um sich zu informieren und inspirieren zu lassen (43 Prozent). Den klassischen Katalog nennen 40 Prozent der Befragten, gefolgt von Internetrecherchen auf den Herstellerseiten (32 Prozent) sowie Blogs und Online-Communities (27 Prozent). Die Befragung stellt jedoch deutliche Unterschiede in den Nutzungsmustern der Stadt-und Land-Hotels fest. So orientieren sich die Land-Hotels auch gerne an den jeweiligen Wettbewerbern (22 Prozent) oder befragen einen Raumausstatter (31 Prozent) bzw. Architekten (28 Prozent). Der Stadt-Hotelier besucht dagegen eher die Fachmessen wie die Heimtextil (47 Prozent).
Die Studie wurde im Herbst 2015 als quantitative Marktforschungsstudie von der Business Target Group GmbH im Auftrag der Messe Frankfurt erstellt. Interviewpartner waren 200 Entscheider für die textile Ausstattung im Segment der gehobenen 4*- und 5*-Hotellerie in Deutschland. Dabei unterschied die Studie nach Ketten/Kooperationen und Individualbetrieben beziehungsweise Stadt- und Landhotels. Die meisten Häuser verfügen über mindestens 51 Zimmer.
Weitere Informationen finden Sie unter www.heimtextil-messefrankfurt.com
Quelle: Messe Frankfurt
