Zunehmender Fachkräftebedarf

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Gärtner und Floristen, Hafner, Platten- und Fliesenleger, Dachdecker, Glaser, Spengler, Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker, Tischler, Friseure, Bau- und Bauhilfsgewerbe sowie Kunststoffverarbeiter zählen laut Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria zu den Branchen mit überdurchschnittlichem Fachkräftebedarf.

Im Bundesländervergleich fehlen Fachkräfte vor allem in Tirol, Vorarlberg, Kärnten, Oberösterreich und der Steiermark. Österreichweit dürfte der Bedarf an qualifizierten Fachkräften im Gewerbe und Handwerk bei mindestens 20.000 liegen, schätzt Walter Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria und Aufsichtsrat von Austrian Cooperative Research (ACR).

Das Gewerbe und Handwerk ist mit rd. 730.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber Österreichs und auch der mit Abstand wichtigste Ausbildungssektor: Per 31.12.2016 wurden in 16.519 Lehrbetrieben 44.909 Lehrlinge ausgebildet

. Das Gewerbe und Handwerk stellt damit 56 % aller Ausbildungsbetriebe und 42 % aller Lehrplätze
. Obwohl die Absolvierung einer Lehrausbildung enorme Karrierechancen – bis zur Selbstständigkeit als Unternehmerin bzw
. Unternehmer – in unglaublich vielen zukunftsträchtigen Berufsfeldern bietet, reicht das derzeitige Lehrlingsangebot offensichtlich nicht aus, den Fachkräftebedarf zu decken.
Möglicherweise stehen wir aber am Beginn einer Trendwende, meint Walter Bornett . 2016 ist erstmals seit 2011 die Anzahl der Lehrlinge im ersten Lehrjahr gestiegen (+2 %) und 38,2 % der 15-jährigen Jugendlichen entschieden sich für eine Lehrausbildung, 2015 waren es 37,8 %.


Grafik zum Fachkräftemangel im Gewerbe und Handwerk 2017

Weitere informationen finden Sie unter www.kmuforschung.ac.at
 
Quelle: KMU Forschung Austria
 

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