Markt für Leuchten und Lampen bleibt unter fünf Milliarden Euro

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Der deutsche Markt für Leuchten und Lampen bleibt in schwierigem Fahrwasser. Nach einem Umsatzrückgang von 0,6 Prozent im Jahr 2025 auf 4,96 Milliarden Euro verzeichnet der Markt bereits das dritte Verlustjahr in Folge. Mit einem Marktvolumen von unter fünf Milliarden Euro liegt die Branche inzwischen rund 1,1 Milliarden Euro unter ihrem Höchststand aus dem Jahr 2017. Auch der Ausblick bleibt verhalten: Für 2026 prognostizieren die Marktexpert:innen von IFH KÖLN und der BBE Handelsberatung einen weiteren Umsatzrückgang von 1,9 Prozent. Das zeigt der neue „Branchenbericht Leuchten & Lampen“.

„Der Leuchten- und Lampenmarkt hat sich stabilisiert, aber keine Trendwende geschafft. Paradox: Die LED ist ein Erfolgsprodukt, das lange hält – und den nächsten Kauf verzögert. Wachstum entsteht durch Kaufanlässe: Komfort, Energieeffizienz, Sicherheit und intelligente Steuerung. Die Branche muss Licht als Lösung verstehen – mit Beratung, Planung und Service. Wer Kundennutzen beweist, schafft Nachfrage und verlängert nicht nur die Lebensdauer der Produkte, sondern auch die Kundenbeziehung“, erläutert Prof. Dr. Philipp Hoog, Partner bei der BBE Handelsberatung. 

Wohnleuchten stabilisieren sich, Lampensegment bleibt unter Druck 

Innerhalb des Gesamtmarktes entwickeln sich die Segmente unterschiedlich. Technische Leuchten verzeichneten 2025 einen erneuten Umsatzrückgang von 2,0 Prozent und entfernten sich damit weiter von ihrem Höchststand aus dem Jahr 2022. Wohnleuchten zeigen hingegen erste Anzeichen einer Stabilisierung. Nach zwei herausfordernden Jahren stiegen die Umsätze 2025 um 2,1 Prozent und überschritten damit wieder die Marke von einer Milliarde Euro. Unter Druck bleibt dagegen das Lampensegment: Nach dem Höhepunkt der LED-bedingten Austauschwelle im Jahr 2022 sinkt der Ersatzbedarf kontinuierlich. Seit 2016 sind die Umsätze hier um rund ein Drittel zurückgegangen. Für 2026 deuten die bisherigen Daten darauf hin, dass alle Teilmärkte Schwierigkeiten haben werden, ihr Vorjahresniveau zu halten. 

Online gewinnt weiter Marktanteile, China dominiert europäischen Importmarkt 

Während nahezu alle Vertriebskanäle seit 2022 Umsatzrückgänge hinnehmen mussten, setzt der Onlinehandel seinen Wachstumskurs fort. Seit 2016 hat sich der Umsatz im Distanzhandel mehr als verdoppelt. Internetspezialisten waren zudem der einzige Vertriebskanal, der sowohl zwischen 2019 und 2023 als auch zwischen 2023 und 2025 Umsatzzuwächse erzielen konnte. Auch der internationale Handel verdeutlicht die zunehmende Bedeutung preisorientierter Anbieter. Im Jahr 2024 importierte die Europäische Union elektrische Lampen und Leuchten im Wert von 7,6 Milliarden Euro aus China. Mit deutlichem Abstand folgte das Vereinigte Königreich mit Importen im Umfang von rund 0,5 Milliarden Euro. 

„Aktuell gewinnt im Markt häufig der günstigste Preis. Viele Verbraucher:innen suchen online gezielt nach preiswerten Angeboten und bestellen verstärkt auch bei chinesischen Plattformen wie Temu oder Shein. Allerdings ist 2026 Gegenwind für dieses Geschäftsmodell aufgekommen. Neue Zollgebühren auf Sendungen unter 150 Euro erschweren extrem günstige Direktimporte aus China. Die ersten Umsatz- und Gewinnrückgänge einzelner Anbieter zeigen bereits, dass diese Maßnahmen Wirkung entfalten“, ordnet Christoph Lamsfuß, Senior Projektmanager am IFH KÖLN, die Ergebnisse ein. 

Mehr Informationen finden Sie unter www.bbe.de  und unter www.ifhkoeln.de
Quelle: IFH KÖLN

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