Die Chancen, die sich daraus für den Handel ergeben, diskutiert das Businessprogramm Premium, das zur Christmasworld internationale Branchenexperten für das Thema Konzept-Dekoration vom 27. bis 31. Januar 2017 in Frankfurt am Main zusammen bringt. Hierzu konnten die zwei renommierten Referenten Stefan Suchanek und Richard van Hooijdonk gewonnen werden. Sie offerieren kostbare Einblicke in die Gestaltungsmöglichkeiten von Städten, Shopping-Centern, Hotels und Geschäfte der Zukunft.
Stadt-Dekoration: Aber bitte mit Gefühl
„Wenn man möchte, dass sich Menschen in Städten, Shopping Malls oder Geschäften wohl fühlen, muss man psychische Anreize schaffen“, sagt Stefan Suchanek, Retail-Designer und Dozent für visuelle Rhetorik und Inszenierung. Die Gehirnforschung habe gezeigt, dass positive Erlebnisse besser in Erinnerung bleiben und für solche guten Gefühle müsse man sorgen. Schließlich geht es nicht mehr darum, einfach nur Produkte parat zu halten. Die Produkte müssen ins rechte Licht gerückt werden, Gefühle auslösen
. Mit Gestaltung etwa. „Gestaltung darf aber nicht nur schön sein, sie muss etwas auslösen – nämlich Freude vermitteln.“ Ganz konkret bedeutet dies: Die Sinne des Menschen müssen angesprochen werden und davon möglichst viele. Sie sollen riechen, hören, sehen und fühlen.
Nichts für Facebook: Reale Gefühle und echte Erlebnisse
In den kommenden Jahren, so der niederländische Trendforscher Richard van Hooijdonk wird der Mensch immer stärker von Maschinen ersetzt. Gleichzeitig wird er sich immer stärker mit der Technik vernetzen
. Erste Ansätze gäbe es bereits: Google Glass etwa, das Wearable, das sowohl als Kamera als auch als Display funktioniert und das Hier und Jetzt mit der virtuellen Welt vernetzt.
Pokémon Go und Google Glass zum Trotz – noch kann keine Technik das gemeinschaftlich erlebte Fest, das Lächeln zweier Menschen mit Augenkontakt ersetzen. Ein Joker, den Shopping-Center, Städte aber auch Geschäfte und Hotels ausspielen sollten, um Gäste und Kunden zu erreichen und zu binden. Einzigartiges muss geboten, lebendige Gegenpole geschaffen werden, Hunger auf echte Kost.
Individuell beleuchten: Heimat ist mehr als ein Gefühl
Dass Lokalkolorit auch eine Form der Emotionalisierung sein kann, bescheinigt auch Suchanek
. „Nochmals, es geht darum Städte oder auch Shopping Malls emotionaler und damit menschlicher zu gestalten“. Heimatgefühle seien da ebenso gefragt wie die Sehnsucht nach der Ferne
. Wichtig sei außerdem, dass es nicht zu kommerziell sei.

Die kürzlich installierte Lichtpyramide am Marktplatz in Karlsruhe ist ein schönes Beispiel für ein stimmungsvolles Stadtbild
Weitere Informationen finden Sie unter: www.christmasworld.messefrankfurt.com
Quelle: Messe Frankfurt
