Nach der herzlichen Begrüßung der Vorstände und Gäste durch den VdDK-Vorsitzenden Stefan Waldenmaier ergriff Nobilia-Geschäftsführer Dr
. Lars Bopf das Wort. In entspanntem Vortrag berichtete er mit einem wahren Bombardement beeindruckender Zahlen über die aktuelle Situation von Europas größtem Küchenmöbelproduzenten. Mit weiter wachsendem Umsatz jenseits der Ein-Milliarden-Euro-Grenze werden an zwei Standorten im Kreis Gütersloh pro Tag gegenwärtig 2.870 Küchen mit 28.700 Schränken, 6.700 Arbeitsplatten und 5.000 Elektrogeräten hergestellt.

Dr. Lars Bopf und Dr . Dr. Günter Scheipermeier (re.) bewiesen sich als gute Gastgeber und legten beeindruckende Unternehmensdaten vor.
IMM 2017: internationaler Besucherfokus USA und China
Mit nicht ganz so gewaltigen Zahlen, aber dennoch beeindruckend erfolgreich konnte anschließend Eike Fuchs als Projektmanager der Living Kitchen 2017 auftrumpfen. In den gewohnten Hallen 4 und 5 auf der IMM cologne im Januar positioniert, werden im kommenden Jahr rund 150.000 Besucher zu der Internationalen Möbelmesse erwartet. Zum Zeitpunkt der VdDK-Vorstandssitzung hatten für die IMM 976 Aussteller (davon 273 Ausland) gebucht. Für die Living Kitchen lauten die Zahlen 185 Buchungen, davon 88 aus dem Ausland, wie Fuchs festhielt.

Eike Fuchs, bei der Koelnmesse verantwortlich für die Living Kitchen: Italien’s Unternehmen werden die bedeutendsten Auslandsaussteller 2017.
Das Wachstum der Kölner Möbelmesse werde jedoch zunehmend durch ausländische Unternehmen generiert
. In wie weit diese Entwicklung Fluch oder Segen ist, bleibt abzuwarten: Einerseits wächst die Bedeutung der Living Kitchen als internationale Plattform, andererseits stimmt der Rückgang der Messebeteiligung deutscher Aussteller vor allem auf der IMM ein wenig nachdenklich. Bei ihren Akquisitionsbemühungen wird die Koelnmesse als Veranstalter also nicht nachlassen dürfen, so der Appell des VdDK-Vorstands.
Küchenmöbelindustrie ist nachhaltiger Jobmotor
In die bisherigen Berichte über Erfolg und Wachstum reihte sich nahtlos der Vortrag von VdDK-Hauptgeschäftsführer Dr
. Lucas Heumann ein. Die Branche stehe gut da, das vergangene Erfolgsjahr 2015 werde voraussichtlich 2016 getoppt. Die Küchenbranche ist der Primus innerhalb der Möbelindustrie, der Wachstumstrend werde bis Jahresende anhalten.

Dr. Lucas Heumann und VdDK-Vorsitzender Stefan Waldenmaier: Dem Branchenprimus „Küche“ geht es derzeit gut.
Neuer Ausbildungsberuf muss kommen – „Go“ für Compliance
Geschäftsführungsassistentin Corinna Kronsbein berichtete den Vorständen anschließend über den Fortschritt bei der Einführung des Ausbildungsberufs „Maschinen- und Anlagenführer Holztechnik“. Obwohl der Bedarf unstrittig sei, die Branche sich immer mehr in Richtung „High-Tech“ wandle und mit dem Zustrom von Flüchtlingen sich der Handlungsdruck zugunsten dieses Berufsbildes erhöhe, widersetzt sich wegen einer vorgeblich zu kurzen Ausbildung die zuständige Gewerkschaft
. Dr. Heumann richtete daher den Appell an die angereisten Vorstandsmitglieder, in ihren Unternehmen die sehr aufgeschlossene Arbeitnehmerseite mitzureißen und für das neue Berufsbild zu begeistern Andreas Ruf von der Verbandsgeschäftsstelle informierte anschließend über das im Aufbau befindliche Compliance Support System der Möbelbranche. Die Bundesverbände mit Sitz in Herford hatten diese Aktivität initiiert, da die Anforderungen durch den Gesetzgeber einerseits und die Strafen durch die Kartellbehörden andererseits dramatisch wüchsen.

Rund 20 Teilnehmer kamen zur traditionellen Herbstsitzung des VdDK-Vorstandes zu Gastgeber Nobilia nach Verl.
Weitere Informationen finden Sie unter www.vhk-herford.de
Quelle:vhk-herford/ Foto Müller
