Küchenmarkt stabilisiert sich 2025 – Fachhandel bleibt tragende Säule

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Der deutsche Küchenmarkt zeigt sich im Jahr 2025 nach dem Rückgang im Vorjahr stabil. Insgesamt gaben Verbraucher:innen im Jahr 2025 rund 13 Milliarden Euro für Küchenmöbel, Einbaugeräte und Zubehör aus – der Umsatz bewegt sich damit auf Vorjahresniveau. Trotz moderater Preissteigerungen, etwa bei Materialien, bleibt die Küche das absatzstärkste Segment im Bereich Wohnen und Einrichten und verzeichnet seit 2016 ein Wachstum von rund 16 Prozent. Das zeigt der neue „Branchenbericht Küche“ des IFH KÖLN in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung und Aroundhome. 

„Dreizehn Milliarden Euro Umsatz und trotzdem kein Grund zur Zufriedenheit. Wer den strukturellen Wandel als vorübergehende Delle abtut, wird ihn zu spät als wachsende Realität erkennen“, ordnet Prof. Dr. Philipp Hoog, Partner bei der BBE Handelsberatung, die Daten ein.

Küchenmöbel dominieren Gesamtmarkt, smarte Funktionen bislang nebensächlich 

Ein Blick auf die drei Teilmärkte Küchenmöbel, Einbaugeräte und Zubehör/Montagen zeigt, dass Küchenmöbel weiterhin das größte Segment bilden und in den vergangenen Jahren Marktanteile hinzugewinnen konnten. Damit prägen sie die Entwicklung des Gesamtmarktes und unterstreichen die anhaltend hohe Bedeutung klassischer, langlebiger Ausstattungskomponenten in der Küche. Demgegenüber spielen technologische Trends wie Smart Home in der Küche bislang nur eine untergeordnete Rolle. So misst die große Mehrheit der befragten Kund:innen1 vernetzten Anwendungen und digitalen Zusatzfunktionen derzeit nur eine geringe bis keine Bedeutung bei der Kaufentscheidung bei.

„Margendruck und preissensible Kunden fordern heute höchste Effizienz im Vertrieb. Eine Vorab-Qualifizierung löst diesen Engpass auf: Sie schafft Orientierung für Verbraucher und sichert dem Fachhandel gezielt Kunden mit hoher Kaufwahrscheinlichkeit“, so Josefine Budszus, Küchenexpertin bei Aroundhome.

Fachhandel bleibt zentraler Absatzkanal 

Die Vertriebsstruktur des Küchenmarktes wird weiterhin klar vom stationären Handel geprägt. Mit einem Marktanteil von 39,3 Prozent ist der Möbel-Fachhandel – einschließlich Filialisten – der wichtigste Vertriebskanal, noch vor Küchenspezialisten und -fachmärkten. Der Onlinevertrieb verzeichnet zwar die dynamischste Entwicklung, bleibt mit einem Anteil von 7,2 Prozent jedoch vergleichsweise klein. Entscheidend hierfür ist die hohe Produktkomplexität, die eine umfassende Beratung und individuelle Planung erfordert. 

„Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal des Küchenmarktes im Vergleich zu anderen Konsumgütermärkten ist die herausragende Bedeutung des Fachhandels. Der Markt wird weiterhin klar von stationären Anbietern geprägt, die insbesondere vom hohen Beratungsbedarf und den gestiegenen Qualitätsansprüchen der Kundschaft profitieren. Gerade bei komplexen Produkten wie Einbauküchen bleibt die persönliche Beratung entscheidend – entsprechend verläuft die Entwicklung des Gesamtmarktes weitgehend parallel zur Situation im Fachhandel“, erklärt Christoph Lamsfuß, Senior Consultant am IFH KÖLN.

Die komplette Studie kann über den Shop des IFH KÖLN erworben werden

Mehr unter: www.ifhkoeln.de oder unter www.bbe.de 
Quelle: IFH Köln

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