Schon beim Betreten des Gebäudes fällt die besondere Atmosphäre auf: Helle, großflächige Wandverkleidungen, harmonisch abgestimmte Türen, Einbaumöbel und Akustikelemente bestimmen das Bild. Das eingesetzte Eschen‑Schälfurnier zeigt dabei seine Stärken. Es ist ein natürliches, lebendiges Material, das mit großen Blattbreiten und ruhiger Maserung eine klare, zeitgemäße Ästhetik erzeugt.
Eine Expertise, die Räume prägt
Für die Umsetzung lieferte die Roser AG rund 10.000 Quadratmeter individuell gefertigtes Eschen‑Schälfurnier für furnierte Spanplatten, vlieskaschierte Fixmaße und mikroperforierte Akustikpaneele. Letztere sorgen nicht nur für eine hochwertige Optik, sondern verbessern zugleich die Raumakustik. Die präzise Verarbeitung, die maßgenaue Plattenbelegung und die abgestimmten Oberflächenbehandlungen entstanden in enger Zusammenarbeit mit den ausführenden Schreinern der Mock Schreinerei AG aus Wattenwil. Fabian Sager, bei der Roser AG verantwortlich für Furnier‑Projekte, beschreibt das Projekt so: „Die Architekten von Stirnemann Architekten aus Freienwil und von Scheu Architekten aus Zürich wollten die natürliche Wirkung des Materials sichtbar lassen und gleichzeitig ein ruhiges, modernes Gesamtbild schaffen. Schälfurnier in diesen Dimensionen eröffnet enorme gestalterische Möglichkeiten. Die großen Blattbreiten erlauben fließende Flächen mit wenigen Stößen – besonders in langen Fluren bietet das einen beeindruckenden Effekt. Und dennoch bleibt jedes Furnierblatt ein Unikat. Genau diese Natürlichkeit wollten wir betonen.“ Je nach Raumtyp wurde das Furnier unterschiedlich weiß pigmentiert: zurückhaltend in den Unterrichtsräumen, wärmer und wohnlicher im Erdgeschoss. So entstand ein fein abgestimmtes Farbspiel, das die Nutzung der Räume unterstützt und zugleich den Charakter des Holzes bewahrt. Anspruchsvoll waren insbesondere die exakten Fugenläufe in den langen Korridoren sowie das bewusst variierende Furnierbild, das den natürlichen Ursprung des Materials sichtbar macht. Für Roser war dies nicht nur eine technische, sondern auch eine gestalterische Aufgabe: Holz sollte hier Identität stiften.
Das edle Furnier entfaltet – kombiniert mit farbigen Akzenten – eine helle und freundliche Anmutung: Hier lässt es sich gut lernen
Ein Projekt, das zeigt, was Furnier kann
Das Gymnasium Thun steht exemplarisch für eine Entwicklung im modernen Innenausbau: Holz – und besonders Furnier – wird wieder als atmosphärisches, nachhaltiges und vielseitiges Gestaltungsmittel geschätzt. Schälfurnier verbindet Wirtschaftlichkeit, natürliche Schönheit und technische Präzision. Das Birsfeldener Unternehmen begleitet solche Projekte mit umfassender Beratung, individueller Fertigung und einem tiefen Verständnis für die Anforderungen zeitgemäßer Architektur.
Dirk‑Uwe Klaas, Geschäftsführer der Initiative Furnier + Natur (IFN), ordnet das Projekt ein: „Das Gymnasium Thun zeigt eindrucksvoll, wie zeitgemäß Furnier ist. Es verbindet Nachhaltigkeit, Ästhetik und Funktionalität auf eine Weise, die gerade im öffentlichen Raum immer wichtiger wird. Projekte wie dieses beweisen, dass Furnier nicht nur ein traditionelles, sondern ein hochmodernes Material ist – vielseitig, ressourcenschonend und mit einer Wärme, die kein anderes Oberflächenmaterial erreicht.“
Weitere Informationen finden Sie unter www.furnier.de oder www.furniergeschichten.de
Quelle: IFN Furnier/Fotos: Roser AG

