Gemeinsam mit motivierten Kunden erprobt das Unternehmen, wie Rücknahme, Aufbereitung und erneute Nutzung in der Praxis funktionieren – und lädt Endnutzer, Gebäudeeigentümer und Projektpartner ein, Teil der Initiative zu werden. Auf diese Weise können Entsorgungskosten reduziert, wertvolle Materialien erhalten und der CO₂-Fußabdruck im Vergleich zu Neuprodukten um über 90 Prozent gesenkt werden.
Aufwertung statt Entsorgung
Genutzte Gebäude unterliegen ständigen Veränderungen: Mieter ziehen um, Marken erneuern ihr Erscheinungsbild, Räume werden wechselnden Bedürfnissen angepasst. Das führt nicht selten zur Entsorgung von Komponenten, die noch einwandfrei erhalten sind und noch viele Jahre nutzbar wären, wie zum Beispiel Teppichfliesen. OBJECT CARPET entwickelt mit AGAIN im Rahmen erster Pilotprojekte ein Re-Use-Modell, das sich zum Ziel gemacht hat, vorhandene Werte im Nutzungszyklus zu halten und das Prinzip der Kreislaufwirtschaft in konkrete, praxisnahe Prozesse zu überführen. Die Initiative wird damit zum wichtigen Bestandteil der umfassenden Circularity-Strategie des Unternehmens, die neben der Entwicklung recyclingfähiger Teppichböden aus DUO-Material und einer effizienten Rücknahmelogistik vor allem die konsequente Wiederverwendung priorisiert. Materialien, gebundene Energie und hochwertige Designs werden damit effizient gesichert – und gut erhaltene Teppichfliesen nicht bloß entsorgt, sondern aufgewertet.
Der Weg ins zweite Leben
OBJECT CARPET begleitet Gebäudeeigentümer, die ihre Fliesen zurückgeben möchten, dabei von Anfang an und macht den Vorgang für sie unkompliziert und genaustens planbar. Der Rücknahmeprozess beginnt mit der Projektprüfung, bei der OBJECT CARPET zunächst das Potenzial der Fliesen vor Ort bewertet. Die Fliesen müssen dafür reversibel verlegt, sauber und frei von starken Abnutzungserscheinungen sein. Nur solche, die sich in gutem Zustand befinden und unversehrt aus dem Boden gelöst werden können, kommen für eine Wiederverwendung infrage. Um die notwendige Logistik und einen wirkungsvollen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu gewährleisten, bedarf es eines Mindestvolumens von 500 m². Im Anschluss an den Ausbau werden die Fliesen verpackt, wobei OBJECT CARPET die kostenfreie Abholung organisiert. Danach übernimmt der strategische Partner Anew Flooring die professionelle Aufbereitung: Sämtliche Fliesen werden geprüft, sortiert, gereinigt und für die Wiederverwendung bereit gemacht, während ungeeignete Materialreste energetisch verwertet werden. Jedes einzelne Rücknahmeprojekt wird ausführlich und transparent dokumentiert. Das Ergebnis ist eine reibungslose End-of-Use-Lösung, die auf Werterhalt statt Entsorgung setzt.
Authentische Designs mit Charakter
Eine erneute Verwendung von Teppichprodukten durch AGAIN bedeutet, keinerlei Kompromisse eingehen zu müssen: weder bei Qualität und Auswahl noch der Gestaltungsfreiheit. Bereits heute stehen mehr als 50.000m² Fliesen für die Zweitnutzung zur Verfügung, bei kontinuierlich wachsendem Bestand. Hohe Designflexibilität geht dabei einher mit einer zuverlässigen Performance: Alle aufbereiteten Teppichfliesen sind für den intensiven gewerblichen Einsatz geeignet und erfüllen die Anforderungen auch anspruchsvoller Umgebungen wie Bürolandschaften, Bildungseinrichtungen und Einzelhandel. Weil die Fliesen oft leichte Abweichungen im Farbton oder in der Faseroptik aufweisen, verfügen sie über einen authentischen Charakter, der sich bewusst in lebendige, abwechslungsreiche Bodenbilder integrieren lässt. Produkte von OBJECT CARPET und anderen Herstellern treffen hier aufeinander und garantieren eine breite Auswahl an Farben, Texturen und Mustern. Die Second-Life-Fliesen lassen sich auch nahtlos mit Neuprodukten kombinieren: etwa den neuen, recyclingfähigen DUO-Material-Fliesen von OBJECT CARPET, die eine natürliche Ergänzung darstellen, um Zonierungen, Akzentflächen und budgetoptimierte Raumkonzepte zu realisieren.
Messbare Vorteile für Gebäudeeigentümer
Neben dieser ästhetischen Dimension und der Gewissheit, schädliche Umweltfolgen zu minimieren, bietet AGAIN für Gebäudeeigentümer auch weitere, unmittelbar messbare Vorteile: Direkte Entsorgungskosten können reduziert oder vermieden werden, und Second-Life-Fliesen sind deutlich kosteneffizienter als Neuprodukte. Rein ökologisch betrachtet erzielt die Wiederverwendung ebenfalls einen klaren Vorteil: Im Vergleich zu neuen Teppichfliesen werden über 90% CO₂ eingespart, außerdem mehr als 2,5 kg/m² Material aufgrund der Verlängerung der Produktlebensdauer – eine der effektivsten Möglichkeiten, den ökologischen Fußabdruck von Innenausbauten zu reduzieren. Darüber hinaus kann AGAIN einen signifikanten Beitrag zu Green-Building-Zertifizierungen leisten. Es unterstützt die Ziele führender Gebäudebewertungssysteme wie DGNB, LEED und BREEAM, weil Wiederverwendung Abfall vermeidet, gebundenen Kohlenstoff erhält und somit eine höhere Bewertung erfährt als beispielsweise Recycling.
Vom Teppichanbieter zum Circular-Flooring-Partner
Mit AGAIN entwickelt OBJECT CARPET seine Rolle vom klassischen Teppichhersteller weiter zum ganzheitlichen Circular-Flooring-Partner. Die Nachhaltigkeitsinitiative soll dazu beitragen, bestehende Werte zu erhalten, wiederaufbereitete Second-Life-Bestände in verschiedenste Projekte zu integrieren und sie dort, wo Neuware erforderlich ist, um DUO-Produkte zu ergänzen. Für die aktuelle Pilotphase sucht OBJECT CARPET ab sofort engagierte Partner, Gebäudeeigentümer und Endnutzer, die dazu beitragen möchten, zirkuläre Wiederverwendung in die Praxis umzusetzen. Das gilt sowohl für den Ausbau gebrauchter Teppichfliesen als auch das Nutzen von Second-Life-Fliesen in neuen Projekten. Wer neugierig geworden ist, kann sich hierzu jederzeit an OBJECT CARPET wenden. Gemeinsam mit Anew Flooring testet und entwickelt der Hersteller so ein Prinzip weiter, das ökologische Verantwortung und ökonomische Effizienz miteinander verbindet – und die Idee der Kreislaufwirtschaft Schritt für Schritt lebendig werden lässt.
Weitere Informationen finden Sie unter www.object-carpet.com
Quelle: OBJECT CARPET/Bilder: ©Anew Flooring, Robert op ‘t Landt


